www.neuseeland-panorama.deDie meisten Neuseeland-Reisenden stehen vor dieser Entscheidung: Mieten eines kleinen Leihwagens und Unterkunft in Hostels und in Zelten auf Campingplätzen bzw. (unbequemes) Schlafen im Wagen – oder aber – Mieten eines Campers (Campervan) und somit eine relative Unabhängigkeit von festen Einrichtungen. Im Endeffekt ist die Entscheidung zwischen diesen beiden grundsätzlich verschiedenen Möglichkeiten nicht nur eine des persönlichen Vorzugs – sondern auch der Dicke des eigenen Geldbeutels. Denn das Mieten eines Campervans ist grundsätzlich und besonders in Neuseelands recht teuer! Mit ca. mind. 3000 Euro muss man für das abgebildete Modell, das sich optimal für 2 Personen eignet, für vier Wochen Reisezeit rechnen – sofern man den „Luxus“ einer integrierten Mini-Dusche samt WC zu schätzen weiß. Nach unten gibt es preislich gesehen nur Spielraum, wenn man mit deutlich weniger Komfort, Größe und Ausstattung auskommt, nach oben sind wie immer kaum Grenzen gesetzt. Über den Vermittler „Go Ezy LTD“ mit deutschen Wurzeln lässt sich zuverlässig und zum vergleichsweise fairen Preis ein Campervan bereits in Deutschland buchen. Auch wenn die Seite nicht wirklich vertrauenserweckend aussieht, konnten hiermit gute Erfahrungen gemacht werden.

www.neuseeland-panorama.deDer grundsätzliche Vorteil eines Campervans ist die Unabhängigkeit: So ist es mit ihm möglich, nahezu überall zu stehen zu bleiben um zu rasten oder zu übernachten. Es ist nicht notwendig, einen – möglicherweise weit entfernten und teuren – Campingplatz aufzusuchen. Es benötigt – überspitzt formuliert – lediglich ein wenig Platz am Straßenrand! Leider wird diese Freiheit in der Realität jedoch mehr und mehr eingeschränkt: Je nach Region ist es in Neuseeland mittlerweile vielerorts nur noch eingeschränkt möglich, wild zu campen – auch als „self contained unit“ – also im Camper eingebautem WC samt Dusche. In einigen Regionen findet sich daher immer sehr schnell ein Plätzchen zum Stehen, in anderen sollte der geübte Camperfahrer jedoch bereits frühzeitig Ausschau nach Stellplätzen halten, auf denen kein „No Overnight Parking“-Verbotsschild prangt. Alternativ bieten sich natürlich stets noch die in Neuseeland zahlreich vorhandenen Camp-Sites (Campingplätze) an, die jedoch keine unerheblichen Kosten verursachen. Es bietet sich an, diese nur alle paar Tage zu besuchen, um z.B. elektrischen Strom nutzen zu können („Powered Site“).

www.neuseeland-panorama.deLediglich abhängig ist man mit einem self-contained Camper von „Dump-Stations“. An diesen sollte man etwa alle 2-3 Tage halten, um den Frischwassertank aufzufüllen, das Abwasser („greywater“) sowie den Toilettentank („blackwater“) auszuleeren. Diese Stations sind gut in Karten eingezeichnet, teils liegen sie auf Campingplätzen (also nicht kostenlos nutzbar) und teils sind die öffentlich und kostenlos – jedoch etwas versteckt. Hier helfen Tipps von anderen Reisenden oder privat gesammelte Listen, wie sie z.B. hier auf dieser Seite zu finden sind.

 

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Ansonsten bieten Campervans ausreichend Platz für ein gemütliches „Bett“, die bereits erwähnte WC-Dusch-Kombination, die Gelegenheit zum Kochen (in unserem Fall 2 Gas- + 1 Elektroplatte), eine Mikrowelle und einen Kühlschrank. Der Kühlschrank wurde in unserem Fall über eine zweite Autobatterie betrieben. Die Gasflasche für’s Kochen und das warme Wasser zum Duschen und Spülen reicht in den warmen Monaten für etwa 14 Tage – natürlich stark abhängig vom persönlichen Gebrauch. Elektroherdplatte und Mikrowelle funktionierten nur mit elektrischem Strom aus der Steckdose – also auf dem Campingplatz.

www.neuseeland-panorama.deAlles in Allem lebt es sich in einem Campervan somit recht autark und unabhängig – und genau diese Freiheit ist es doch, die man auf seiner Reise über die zwei wunderschönen Inseln Neuseelands spüren möchte, oder?

 

Weitere Tipps und Routenempfehlungen samt  eingezeichneten Stellplätzen uvm. finden sich im Buch  „Mit dem Wohnmobil durch Neuseeland„. Es empfiehlt sich, eine Reise auf Basis dieses Buches zu unternehmen, da es doch so einiges maßgeblich erleichtert.

 

Eine kürzlich erschienene App namens „Campermate“ soll die Suche nach Dump-Stations, Camping-Sites uvm. erleichtern. Sie funktioniert nach dem Community-Prinzip – je mehr sie aktiv nutzen, desto schneller wächst auch ihr Datenbestand. Die App gibt es für Apple Iphone und Android-Geräte. Selbst testen konnte ich die App noch nicht, da sie zur Zeit meines NZL-Aufenthaltes noch nicht veröffentlicht war. Hier geht’s zur App.

 

Unsere Neuseeland-Empfehlung:



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